LOGO FRAUENHAUS platzhalter
Presse
impressum.html
Kontakt
 

 

Neue Vorstandschaft und neue Aufgaben für das Fürther Frauenhaus

Neue Vorstandschaft und neue Aufgaben für das Fürther Frauenhaus
Gremium neu formiert - Dringendstes Projekt ist die Innensanierung des Gebäudes - Helferinnen gesucht - Spenden erbeten

Eva Göttlein, Inhaberin der gleichnamigen Projektagentur, ist die neue Vorstandsvorsitzende des Fürther Frauenhauses. Sie folgt auf Silke Rick, die diese Funktion lange Jahre engagiert ausgefüllt hatte und nun nicht mehr für das Amt kandidierte. Gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen in dem neu formierten Gremium möchte Göttlein "die Arbeit des alten Vorstands im Sinne der Frauen weiterführen."
Seit 25 Jahren ist die Einrichtung oftmals letzte Zufluchtsstelle für Frauen und ihre Kinder, die einer akuten Gewaltsituation entfliehen müssen. Die Beratung ist kostenfrei, die Adresse geheim, Männer haben keinen Zutritt. "Das Haus ist offen für jede Nationalität, jedes Alter, jede Schicht", erklärt Göttlein. Betroffene können bis zu sechs Monate bleiben - und manchmal auch länger. Denn, so die zweite Vorsitzende, Birgit Schönknecht, "es ist gerade für Frauen mit Kindern sehr schwierig, eine eigene Wohnung zu finden."

Die hauptamtlichen Betreuerinnen, eine Sozialpädagogin und eine Erzieherin, begleiten und unterstützen die Frauen, ihren Wünschen für die Zukunft Ausdruck zu verleihen und Möglichkeiten der Umsetzung zu finden. Bei den Beratungsgesprächen, die jede Bewohnerin in Anspruch nehmen kann, geht es etwa um rechtliche Möglichkeiten, die Vermittlung von Anwältinnen, Unterstützung bei Amtsangelegenheiten, Abklärung der finanziellen und beruflichen Situation, Hilfe bei der Wohnungssuche, Kinderbetreuung, Um- und Einschulung der Kinder oder die Suche von Kitaplätzen: "Die aktuell wichtigste Aufgabe, ist die Sanierung des Frauenhauses im Innenbereich", so Göttlein. Alle Bewohnerinnenzimmer, die Bäder, Küchen und Gemeinschaftsbereiche müssten renoviert und die Möbel erneuert werden. "Wir hoffen, dieses Projekt dieses Jahr mit Hilfe von vielen großen und kleinen Spenden abschließen zu können." Ab August beteiligt sich die Fürther Einrichtung zudem an einem neuen konzeptionellen Ansatz in Kooperation mit den Frauenhäusern Nürnberg und Erlangen: Bei dem sogenannten "Pro-aktiven Ansatz" werden Frauen in Not, die sich bei der Polizei melden, innerhalb von drei Tagen von der Sozialpädagogin des Frauenhauses telefonisch kontaktiert und ausführlich beraten sowie weitere Hilfestellung angeboten.

Sozialreferentin und Gründungsmitglied des Frauenhauses, Elisabeth Reichert, ist "stolz auf die gute Arbeit" und begrüßt den neuen, niederschwelligen Ansatz, "weil häufig Kinder betroffen sind und es wichtig ist, die Mütter möglichst frühzeitig zu unterstützen und zu begleiten." Das städteübergreifende Modellprojekt läuft bis Ende 2016, wird zu 80 Prozent vom Land, zu zehn Prozent von der Stadt und - dank einer großzügigen Zuwendung der Sparkasse - zu zehn Prozent per Eigenanteil finanziert.

"Ohne die kleinen und großen Spender und natürlich die ehrenamtlichen Helferinnen könnte das Frauenhaus nicht bestehen", stellt Göttlein klar - und hofft auch in Zukunft auf die wertvolle Unterstützung der Freiwilligen. Wer Interesse hat, sich ehrenamtlich zu engagieren, findet weitere lnfos und Kontaktdaten unter www.frauenhaus-fuerth.de. Wer mit einem Geldbetrag die Arbeit unterstützen möchte, kann dies über das Spendenkonto bei der Sparkasse Fürth, IBAN' DE29 7625 0000 0000 0190 18, BIC: BYLADEM1SFU, tun.

Fürther Stadtnachrichten, 27.05.2015

Neue Führung

Die neue Vorstandschaft des Frauenhauses stellt sich vor (v.li.): Tanja Thaler (Schriftführerin), Pia Haßmann (Beisitzerin), Birgit Schönknecht (Zweite Vorsitzende), Susanne Colonna (Beisitzerin), Sabine Person (Kassiererin), Sozialreferentin Elisabeth Reichert (Revision) und Eva Göttlein (Erste Vorsitzende).

Spenden