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Laufromantik für guten Zweck

Der zweite Fürther Fackellauf soll dem Frauenhaus aus der Klemme helfen

FÜRTH - Wer am Samstagabend nicht beim Fackellauf war, hat nicht nur eine der letzten Gelegenheiten, sondern vor allem eine der romantischsten Laufveranstaltungen der Metropolregion verpasst. Bereits zum zweiten Mal nach 2011 organisierte das Frauenhaus in der Fürther Altstadt und im Wiesengrund einen Benefizlauf, dessen Einnahmen komplett der Einrichtung zugute kamen.

Ermöglicht hat diese Spendenquote der ausschließlich ehrenamtliche Einsatz ganz unterschiedlicher Partner. So waren die Bewohnerinnen des Frauenhauses selbst zusammen mit Vereinsmitgliedern lange im Vorfeld aktiv, um nun Selbstgefertigtes anzubieten. Für den kulinarischen Teil des Abends hatten sie außerdem Kuchen gebacken, während der Club Soroptimist International, ein Ableger der weltweit größten Frauenserviceorganisation, Kartoffelsuppe verkaufte. Bernd van Trill, Organisator des Metropolmarathons, half beim Ausarbeiten der reizvollen Strecke. 30 Läufer des Laufteams Fürth 2010 wiesen mit Fackeln und Kerzen den Weg, der dadurch eine ganz besondere Atmosphäre erhielt. Gastronomen der Gustavstraße unterstützten die Veranstaltung ebenso wie Spieler der SpVgg Greuther Fürth, Mitglieder der Feuerwehr, die Gemeinde St. Michael und mehrere Privatpersonen. Einen bedeutenden Beitrag leisteten auch die 200 Läufer, die für 15 Euro Startgebühr entweder den Hobbylauf über 2222 Meter oder bis zu zehn Kilometer zurücklegten. Sie lockte neben der Stimmung übereinstimmend der Gedanke, im Laufschritt einer guten Idee zu helfen. Während die Einnahmen des Fackellaufes 2011 für die Sanierung des Frauenhauses verwendet wurden, sollen die diesjährigen Gelder helfen, ein Defizit von 20000 Euro im laufenden Betrieb auszugleichen. Die Einrichtung erhält zwar öffentliche Mittel für das pädagogische Personal, wie die Vorsitzende Silke Rick erläutert, doch alle weiteren Kosten wie Verwaltungs- oder haushälterische Arbeiten müssen aus Mieteinnahmen und vor allem Spenden bestritten werden. Die Lücke sei vor allem durch eine neue Rechtsprechung bei Bußgeldverfahren entstanden, die für das Frauenhaus einen Rückgang um rund 70 Prozent der Spenden dieses Jahr nach sich zog. Entsprechend dringend benötigt das Frauenhaus für die jeweils sechs dort untergebrachten teilweise traumatisierten Frauen und ihre Kinder Unterstützung; von Vereinsmitgliedern, ehrenamtlichen Helfern, Sponsoren oder eben von anderen Menschen, die sich für sie in Bewegung setzen.
JUTTA PSCHERER

Fürther Nachrichten, 16.11.2013

Neue Führung

400 Fackeln und Kerzen säumten den Weg der Hobbyläufer durch die Altstadt und den Wiesengrund. Das stimmungsvolle
Ambiente lockte rund 200 Teilnehmer an.
Foto: Ralf Rödel

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